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Wissen vergrößern und Hilfen bieten

Arbeitsgemeinschaft „Autismus im Kinder- und Jugendalter“ gegründet

Pressemeldung vom 03.02.2012

Kreis Soest (kso.2012.02.03.050.cl). Während einer ersten Sitzung unter Leitung des Gesundheitsamtes ist am Mittwoch, 1. Februar 2012, im Soester Kreishaus die Arbeitsgemeinschaft „Autismus im Kinder- und Jugendalter“ aus der Taufe gehoben worden. Erklärtes Ziel ist es, das Wissen über die Erkrankung Autismus im Kreis Soest zu vergrößern und allen Betroffenen frühzeitig die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.


Das Gesundheitsamt hatte mit einer Auftaktveranstaltung zu diesem Thema im vergangenen September verschiedene Professionen, aber auch betroffene Eltern zur Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft aufgerufen. Therapeuten, Beratungsstellen, Ärzte und diagnostische Einrichtungen, Kindertageseinrichtungen, Schulen, beschützende Werkstätten und eine existierende Selbsthilfegruppe haben sich dazu bereit erklärt. „Das Gesundheitsamt hat zusätzlich Einrichtungen um Mitarbeit gebeten, die für den Erfolg unerlässlich sind“, erläutert Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes. „Menschen mit Autismus müssen umfassend auf das Leben in der Gesellschaft vorbereitet werden.“ Dies beginne mit einer frühen Diagnosestellung und der raschen Einleitung der notwendigen Förderung. Die verschiedenen Lebensübergänge von Kindergarten zu Schule und ins Berufsleben müssten begleitet werden. Außerdem seien Wohnmöglichkeiten als hilfebedürftige Erwachsene im gewohnten Lebensumfeld vonnöten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Treffens trugen ihre Ideen für den Arbeitskreis zusammen. Der Austausch von Wissen und die Kooperation aller beteiligten Institutionen liegen ihnen besonders am Herzen. So nahm sich die Runde vor, vorrangig zunächst vorhandene Strukturen und Institutionen zur Unterstützung Betroffener zusammenzutragen, die Vernetzung voranzutreiben und Defizite in der Versorgung und Unterstützung der betroffenen Familien möglichst rasch zu vermindern.

Zum Krankheitsbild des Autismus gehören verschiedene Formenbilder. Es handelt sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die einzelne bis alle Entwicklungsbereiche betreffen kann und die nicht heilbar ist. Menschen mit dieser Erkrankung benötigen klare Strukturen und kleinschrittige Hilfestellungen für ihre Entwicklung, aber auch bei der Bewältigung ihres Alltags. Die Hilfestellungen werden in unterschiedlichem Maß bis ins Erwachsenenalter benötigt.

Weitere Informationen bei Ilona Blume im Gesundheitsamt, Telefon 02921/302175.

Kontakt: Pressestelle, Wilhelm Müschenborn, Telefon 02921/303200

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