„Angebote für die eigene Personalplanung nutzen“

21.05. 2015 - Neue Mitarbeiter gewinnen und langfristig an das eigene Unternehmen binden, das war das zentrale Thema des Business-Talks des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) am vergangenen Dienstag. Vor allem das neue Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) für langzeitarbeitslose Frauen und Männer, sowie der Einsatz von Zeitarbeitern im eigenen Unternehmen standen im Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) im Mittelpunkt des Abends.

BVMW Business Talk im Jobcenter

Die Mitarbeitergewinnung stand beim Business-Talk des BVMW im Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) im Mittelpunkt. Martin Steinmeier, Martin Olschefski (beide Jobcenter AHA, v.l.), Natascha Lomp (Start Zeitarbeit), Michael Hammerschmidt (Jobcenter) und  Andreas Kerschel (BVMW) zeigten neue Wege auf.
Die Mitarbeitergewinnung stand beim Business-Talk des BVMW im Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) im Mittelpunkt. Martin Steinmeier, Martin Olschefski (beide Jobcenter AHA, v.l.), Natascha Lomp (Start Zeitarbeit), Michael Hammerschmidt (Jobcenter) und Andreas Kerschel (BVMW) zeigten neue Wege auf.

21.05.2015 - Neue Mitarbeiter gewinnen und langfristig an das eigene Unternehmen binden, das war das zentrale Thema des Business-Talks des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) am vergangenen Dienstag. Vor allem das neue Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) für langzeitarbeitslose Frauen und Männer, sowie der Einsatz von Zeitarbeitern im eigenen Unternehmen standen im Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) im Mittelpunkt des Abends.

"Mit dem neuen Förderprogramm kann es nur Gewinner geben", führte Martin Stein-meier, Geschäftsführer des Jobcenters, in den Abend ein. "Menschen, die seit mehr als zwei Jahre keine Arbeit finden konnten, werden intensiv betreut und bei der Jobsuche unterstützt. Und Arbeitgeber erhalten neben neuen, motivierten Mitarbeitern, finanzielle Anreize, die ihnen die Einstellung eines neuen Mitarbeiters erleichtern." Insgesamt möchte das Jobcenter in den nächsten zwei Jahren 100 langzeitarbeitslose Frauen und Männer mit dem Programm unterstützen. "Gerade diese Personengruppe braucht eine intensive Förderung, um wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", erläutert Michael Hammerschmidt, Bereichsleiter Integration im Jobcenter. "Damit dies funktioniert erhalten sie eine intensive Betreuung durch einen Jobcoach. Dieser hilft ihnen, berufliche Ziele zu entwickeln und aktiv umzusetzen." Ein Betriebsakquisiteur stellt darüber hinaus den Kontakt zu Unternehmen in der Region her und sucht nach geeigneten Stellen für diese Personengruppe. "Dabei kann er den Firmen nach Bedarf verschiedene Unterstützungsangebote unterbreiten", so der Bereichsleiter. "Neben der Qualifizierung des neuen Mitarbeiters kann die Stelle auch finanziell gefördert werden, um vorhandene Einschränkungen wie fehlende Arbeitserfahrung auszugleichen." Mit dem Programm fließen in den kommenden Jahren rund drei Millionen Euro zusätzliche Fördergelder in den Kreis Soest. "Ich kann jedem Arbeitgeber nur raten, dieses Angebot für die eigene Personalplanung zu nutzen, denn durch die freiwillige Programmteilnahme der Frauen und Männer, erhalten die Unternehmen auf jeden Fall neue, engagierte und motivierte Mitarbeiter."

Natascha Lomp vom Zeitarbeitsunternehmen START Zeitarbeit NRW GmbH zeigte in ihrem Impulsvortrag die wesentlichen Punkte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Zeitarbeitsunternehmen und Mitarbeitern auf. "Entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist, dass sich Unternehmen im Vorfeld überlegen, für welchen Zweck es Zeitarbeit einsetzt und daraufhin ein Zeitarbeitsunternehmen auswählt", so Lomp. "Denn die Unterschiede in der Branche können enorm sein. Das gilt sowohl für die Kosten, den Service als auch das Unternehmensziel." So verfolgt Start eine langfristige Beschäftigung der Zeitarbeiter in den eingesetzten Betrieben und kann eine Übernahmequote von 60 Prozent vorweisen.