„Nöte der Eltern erkennen und helfen“

Jobcenter und Familienzentrum Mullewapp kooperieren

Gemeinsam setzen sich Karin Wandelt (v.l., Leiterin Familienzentrum Mullewapp), Andrea Grumme (stv. Leiterin des Familienzentrums), Martin Steinmeier (Geschäftsführer Jobcenter) und Ulrike Varnholt (Jobcenter) für das Wohl der Kinder und Familien des Familienzentrums Mullewapp ein.
Gemeinsam setzen sich Karin Wandelt (v.l., Leiterin Familienzentrum Mullewapp), Andrea Grumme (stv. Leiterin des Familienzentrums), Martin Steinmeier (Geschäftsführer Jobcenter) und Ulrike Varnholt (Jobcenter) für das Wohl der Kinder und Familien des Familienzentrums Mullewapp ein.

17.03.2016 - Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Doch noch immer stehen Eltern vor allem bei einer kurzfristigen Arbeitsaufnahme vor dem Problem, schnell eine Kinderbetreuung finden zu müssen. Um sie hierbei unterstützen zu können, kooperieren seit Montag das Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) und das Soester Familienzentrum Mullewapp.

"Inzwischen ist es fast normal, dass in einer Familie Vater und Mutter arbeiten gehen", sagt Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters. "Dies stellt die Familien aber vor besondere Herausforderungen. Wer betreut die Kinder, wenn die Eltern ihrer Arbeit nachgehen und was ist, wenn ein Kind krank wird?" Diese Fragen besprach er mit Karin Wandelt, Leiterin des Familienzentrums Mullewapp in Soest. "Wir möchten unsere Kundinnen und Kunden so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsmarkt integrieren und da spielt auch die Kinderbetreuung eine zentrale Rolle. Durch die neue Kooperation können wir schnell Kontakt mit dem Familienzentrum aufnehmen und gemeinsam zügig nach einer passenden Lösung suchen", so Steinmeier.

Aber auch in anderen Bereichen gibt es Berührungspunkte zwischen den Kooperationspartnern. "Es gibt Eltern, die können das Essensgeld für ihre Kinder oder zum Beispiel die zusätzlichen Beiträge für einen Musikunterricht nicht aufbringen", erläutert Karin Wandelt. "Diese Nöte sind ihnen oft unangenehm. Doch für uns gilt es sie zu erkennen und ihnen das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung vorzustellen. So können finanzielle Engpässe oft überbrückt werden." Gemeinsam möchten die Partner daher die Skepsis der Eltern abbauen. "Denn diese zusätzliche Leistung ermöglicht den Kindern eine vielseitige Freizeitgestaltung. Und wenn die ersten Eltern gute Erfahrungen mit dem Paket gemacht haben, trauen sich auch andere", berichtet die Leiterin. Um die Kooperation mit Leben zu füllen und das Angebot der Bundesregierung weiter in den Fokus der Mitarbeiter im Familienzentrum zu rücken, stellt im kommenden Monat eine Mitarbeiterin des Jobcenters das Angebot vor.