Abläufe kennen und verstehen

Jobcenter und Familienzentren tauschen sich aus

Ulrike Varnholt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz im Jobcenter begrüßte elf Vertreterinnen der regionalen Familienzentren, um für die gemeinsame Zusammenarbeit zu werben und sie zu intensivieren.
Ulrike Varnholt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz im Jobcenter begrüßte elf Vertreterinnen der regionalen Familienzentren, um für die gemeinsame Zusammenarbeit zu werben und sie zu intensivieren.

21.04.2016) Kinderbetreuung bei Arbeitsaufnahme, Förderungen durch das Bildungs- und Teilhabepaket und das Kennenlernen untereinander, das waren die Schwerpunktthemen des gemeinsamen Austausches zwischen den Familienzentren und dem Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) am vergangenen Montag in Soest. Elf Familienzentren aus dem westlichen Kreisgebiet waren der Einladung ins Jobcenter in den Paradieser Weg gefolgt.

"Wir haben bei unserer täglichen Arbeit viele Berührungspunkte, die man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht, aber gerade daher ist es wichtig, dass man sich gegenseitig kennt und im Bedarfsfall schnell austauschen kann", begrüßte Ulrike Varnholt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz im Jobcenter die Vertreter der Familienzentren. "Für uns ist natürlich die Kinderbetreuung bei einer kurzfristigen Arbeitsaufnahme einer unserer Kundinnen oder Kunden ein wichtiges Thema. Hier möchten wir schnell helfen und vermitteln können. Dafür brauchen wir unbedingt einen guten Draht zu den Familienzentren." Gemeinsam überlegten die Anwesenden wie hier agiert werden kann. Durch den regelmäßigen Austausch, der Teilnahme an Elterncafes und an Teamsitzungen sollen beide Seiten füreinander sensibilisiert und Lösungen erarbeitet werden.

Aus diesem Grund unterhält das Jobcenter mit den meisten Zentren Kooperationsvereinbarungen. "Ziel ist es, Familien kurzfristig unterstützen zu können und gemeinsam Lösungen zu aufzuzeigen. Eine Arbeitsaufnahme hat für uns oberste Priorität und darf nicht durch eine fehlende Kinderbetreuung gefährdet werden." Auch das Angebot des Bildungs- und Teilhabepaktes der Bunderegierung wurde diskutiert. "Viele Eltern sind überfordert mit dem Ausfüllen der Anträge", berichtete eine Einrichtungsleiterin. "Wir unterstützen sie so gut wir können. Hilfestellungen des Jobcenters sind aber darüber hinaus wünschenswert, da es immer noch viele Eltern gibt, die die Möglichkeiten, die das Bildungs- und Teilhabepaket für ihre Kinder ermöglicht gar nicht kennen und somit auch nicht nutzen. Dies sind zum Beispiel die Übernahme der Kosten für Sportvereine, den Musikunterricht oder die Erstattung von Ausflugskosten in Schule und Kindertageseinrichtungen." Erfreulich wurde wahrgenommen, dass die Bearbeitungszeiten für die Beantragung dieser Leistungen auf drei Wochen verkürzt werden konnten.