Ein Jahr zwischen Kontinuität und Wandel

Jobcenter stellt Geschäftsbericht 2015 vor

Die Führungsmannschaft des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv präsentierte bei der Pressekonferenz den Geschäftsbericht 2015: Thomas Schweins (Bereichsleiter Leistung, v.l.), Barbara Schäfer (stv. Geschäftsführerin), Martin Steinmeier (Geschäftsführer) und Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration).
Die Führungsmannschaft des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv präsentierte bei der Pressekonferenz den Geschäftsbericht 2015: Thomas Schweins (Bereichsleiter Leistung, v.l.), Barbara Schäfer (stv. Geschäftsführerin), Martin Steinmeier (Geschäftsführer) und Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration).

19.05.2016) "Insgesamt war 2015 für uns und unsere Kundinnen und Kunden ein gutes Jahr", resümiert Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) am heutigen Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz. "Im Berichtszeitraum konnten über 3.500 Arbeitsaufnahmen gezählt werden. Dies waren 210 mehr als ein Jahr zuvor. Hauptgrund hierfür war die gute Arbeitsmarktlage."

Dennoch stieg die Zahl der Haushalte, die auf Leistungen des Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, an. "Dass wir trotz der guten Vermittlungszahlen einen Zuwachs von 158 Bedarfsgemeinschaften verbuchen mussten, lag unter anderem daran, dass zum Jahresende, die ersten Flüchtlinge aus Syrien und den anderen Kriegs- und Krisenstaaten als Asylsuchende in Deutschland anerkannt wurden und sie somit Anspruch auf Leistungen des SGB-II erhielten," erläutert der Geschäftsführer. "Um gerade diese Personengruppe frühzeitig auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland vorzubereiten, haben wir bereits zum Ende des Jahres zusammen mit der Agentur für Arbeit Meschede-Soest und dem Kreis Soest einen so genannten Integration Point eingerichtet, der im Januar 2016 seine Arbeit aufnahm. Diese erste Anlaufstelle erleichtert den Flüchtlingen das Ankommen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und hilft ihnen bei einer beruflichen Orientierung."

Im Berichtszeitraum konnten zahlreiche Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt integriert werden. Im Dezember wurden 437 Frauen und Männer dieser Zielgruppe betreut. Dies sind 66 weniger als noch im Januar desselben Jahres. Auch die älteren Arbeitssuchenden über 50 Jahre profitierten von der günstigen Arbeitsmarktlage. Ihre Zahl verringerte sich um 205 Personen auf 1.978 im Dezember 2015.

Zentrale Arbeitsfelder waren 2015 darüber hinaus die Einführung eines neuen Programms zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit und der Abschluss des Projektes "50+ aktiv", das seit 2005 im Kreis Soest umgesetzt wurde. "Mit unserem Vorzeigeprojekt 50+ verlieren wir ein wichtiges und sehr erfolgreiches Instrument, um gerade ältere Menschen dem Arbeitsmarkt wieder näher zu bringen. Wir bedauern daher das Ende des Bundesprogramms, aber wir werden die positiven Erfahrungen in andere Projekte einfließen lassen", so Steinmeier. "Eines wird die gezielte Integration von langzeitarbeitslosen Frauen und Männern sein. Seit Mitte des Jahres unterstützen wir diese Zielgruppe mit einem eigenen Team und konnten bis zum Dezember bereits neun Frauen und Männer erfolgreich in den Arbeitsmarkt vermitteln."