Flüchtlingen das Leben erleichtern

Jobcenter und Verbraucherzentrale informieren

Während zweier Workshops informierten Colletta Lehmenkühler (2.v.r.) und Holger Okken (nicht auf dem Bild) von der Verbraucherzentrale interessierte Flüchtlinge über die Themen „Geld, Wohnen und Energie.“ Sleiman El Abdi (r.) und Alexa Senger (l., beide Jobcenter AHA) sowie Ludger Bremerich (2.v.l., ehrenamtlicher Deutschlehrer) halfen bei der Übersetzung und Verständnisfragen.
Während zweier Workshops informierten Colletta Lehmenkühler (2.v.r.) und Holger Okken (nicht auf dem Bild) von der Verbraucherzentrale interessierte Flüchtlinge über die Themen „Geld, Wohnen und Energie.“ Sleiman El Abdi (r.) und Alexa Senger (l., beide Jobcenter AHA) sowie Ludger Bremerich (2.v.l., ehrenamtlicher Deutschlehrer) halfen bei der Übersetzung und Verständnisfragen.

19.07.2016) "Mietverträge, Rundfunkbeiträge, Energiekosten - es gibt viele Dinge, die für uns alltäglich sind", berichtet Alexa Senger, Standortleiterin des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) in Warstein. "Doch für Flüchtlinge ist vieles neu. Zusammen mit der Verbraucherzentrale möchten wir frühzeitig informieren und zum Beispiel vor dem Abschluss überteuerter Verträge schützen." Am Dienstag fanden zum ersten Mal Workshops zu den Themen "Geld, Energie und Wohnen" in den Warsteiner Räumen der AHA statt.

Interessiert folgten die acht Frauen und Männer aus Syrien, Nigeria und dem Iran den Ausführungen von Coletta Lehmenkühler und Holger Okken von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit dem Dolmetscher Sleiman El Abdi des Jobcenters thematisierten sie den richtigen Umgang mit Strom und gaben Tipps zum Energie und damit auch zum Geld sparen. Dabei wurde deutlich, wie unübersichtlich der Markt der Energieanbieter ist. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es neu, dass verschiedene Anbieter für die gleiche Leistung unterschiedliche Preise veranschlagen. "Informationsbedarf besteht auch bei den einzelnen Verbraucherrechnungen und beim Vertragsrecht", so Holger Okken, Leiter der Verbraucherzentrale im Kreis Soest. "Da die Verträge aber sehr unterschiedlich sind, können wir hier nur individuell beraten. Wichtig ist, dass die Flüchtlinge einen Dolmetscher zu den Beratungen mitbringen."

Die Anwesenden nutzten vor Ort die Gelegenheit, um mit den Gesprächspartnern ihre Verträge durchzugehen und nach Alternativen zu suchen. "Die Resonanz auf das Angebot ist Dank der Werbung durch die ehrenamtlichen Helfer sehr positiv. Denn ohne ihre Unterstützung, wäre diese Veranstaltung nicht zu Stande gekommen", so Alexa Senger. "Ich denke, wir werden auch zukünftig weitere Informationsveranstaltungen für die Flüchtlinge anbieten. Denn nur wenn sie unsere Art zu leben verstehen, werden sie sich hier schnell einleben und sich langfristig auch in unsere Arbeitswelt integrieren."