„Auch kleine Beiträge können große Wirkung erzielen“

Jobcenter informiert über Minijobs

Wissenswertes rund um das Thema „Minijob“ präsentierten Andreas Raßmann (Deutsche Rentenversicherung, v.r.), Ulrike Varnholt und Elmar Hense (beide Jobcenter AHA).
Wissenswertes rund um das Thema „Minijob“ präsentierten Andreas Raßmann (Deutsche Rentenversicherung, v.r.), Ulrike Varnholt und Elmar Hense (beide Jobcenter AHA).

21.07.2016 - Rentner, Arbeitsuchende, Schüler - viele Personengruppen üben einen Minijob aus, um ihre Einkünfte aufzubessern. Doch neben dem Zusatzverdienst kann ein Minijob auch dazu beitragen, weitere Ansprüche gerade im Hinblick auf die eigene Rente zu erwerben. Wie dies gelingt und welche Rechte und Pflichten ein Minijobber hat, wurde bei einer Infoveranstaltung im Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) in Lippstadt vorgestellt.

"Ein Minijob bietet oftmals einen schönen Zuverdienst, doch mit ihm können auch Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation, ein Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung und gegebenenfalls ein früherer Rentenbeginn erreicht werden", schildert Andreas Raßmann, von der Deutschen Rentenversicherung. "Wichtig, ist dass sich jeder individuell beraten und sich nicht unüberlegt von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien lässt. Die Befreiung kann später nicht wieder zurückgenommen werden."

Überrascht waren die 40 anwesenden Frauen und Männer auch als Ulrike Varnholt, Mitarbeiterin des Jobcenters, die Rechte der geringfügig Beschäftigten vorstellte. "Es ist wichtig, dass zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch bei einem Minijob einen schriftlichen Vertrag schließen, denn nur so können Rechte wie zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der Urlaubsanspruch und Kündigungsfristen nachgewiesen werden", so Varnholt. "Auf der anderen Seite gibt es aber auch Pflichten des Arbeitnehmers, die eingehalten werden müssen. Dazu gehören Pünktlichkeit, Verschwiegenheit oder die Pflicht auf drohende Schäden hinzuweisen." Anhand von konkreten Beispielen erläuterte Elmar Hense, Mitarbeiter des Jobcenters, die Berücksichtigung des Verdienstes aus dem Minijob auf das Arbeitslosengeld II. "Die Anrechnung von Einkommen ist nicht leicht nachzuvollziehen, aber ich hoffe, die gezeigten Beispiele helfen, unser Vorgehen transparent zu machen."