Neue Perspektiven für Menschen mit Fluchterfahrung

Jobcenter stellt den Geschäftsbericht 2016 vor

Der Geschäftsführer, seine Stellvertretung und der Bereichsleiter Integration
Für eine erfolgreiche Zukunft des Jobcenters AHA. Von links: Martin Steinmeier (Geschäftsführer), Barbara Schäfer (stellvertretende Geschäftsführerin) und Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration).

30.05.17 - "Im vergangenen Jahr haben wir im Jobcenter AHA viele neue Kulturen und Lebensweisen durch die Menschen mit Fluchterfahrung kennenlernen dürfen", resümiert Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) am heutigen Dienstag bei der Jahrespressekonferenz. "Es ist wichtig, die Menschen gezielt auf dem Weg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu begleiten, um für sie die Integration in eine meist fremde Welt zu erleichtern", sagte Steinmeier.

Die Betreuung der Menschen mit Fluchterfahrung auf dem Weg in den regionalen Arbeitsmarkt gehörte im Jahr 2016 zu den Schwerpunkten der Arbeit im Jobcenter. Die Nachfrage nach freien Plätzen in Sprachkursen war höher als das Angebot im Kreis Soest und führte folglich zu längeren Wartezeiten. Aufgefangen werden konnte dies teilweise durch die steigende Anzahl an Projekten und Maßnahmen, die eine weitere Unterstützung zum Erwerb der deutschen Sprache boten. Ein Beispiel hierfür ist das interkulturelle Integrationsprojekt "heim:ART® für Flüchtlinge". Besonders die jungen geflüchteten Menschen unter 25 Jahren sind auf der Suche nach einer neuen Perspektive auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Ein erwerbsfähiger Leistungsberechtigter, der in den vergangenen 24 Monaten mehr als 21 Monate hilfebedürftig war, gilt als Langzeitleistungsbezieher. Das Ziel den Langzeitbezug von Leistungen nach dem SGB II zu vermeiden bzw. die Zahl zu reduzieren konnte im Jahr 2016 erreicht werden. "Einen große Unterstützung bei der Zielerreichung haben sicher unsere Betriebsakquisiteure und Jobcoaches geleistet, die seit Mai 2015 durch das, aus dem Europäischen Sozialfonds geförderten, Bundesprogramm zur Integration von langzeitarbeitslosen Leistungsbeziehern für unser Jobcenter AHA aktiv sind.", erklärt Michael Hammerschmidt, Bereichsleiter Integration im Jobcenter AHA.

"Eine passgenaue Qualifizierung oder Projektteilnahme unserer Kunden ist für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt sehr wichtig", beschreibt Steinmeier das regionale Angebot der Träger und Einrichtungen. So können fehlende Schulabschlüsse, Ausbildungen oder Berufserfahrung durch das vielfältige Angebot nachgeholt oder ausgeglichen werden. "Spezielle Nachfragen des Arbeitsmarktes können so bedient werden und ermöglichen die Chance auf eine dauerhafte Beschäftigung", erklärt Steinmeier anhand des Beispiels der hohen Nachfrage im Bereich der Berufskraftfahrer.