Gemeinsam stark für Familien

Jobcenter erweitert Netzwerk um Familienzentrum in Soest

Drei Personen vor einer Treppe
98 Kinder werden derzeit im evangelischen Familienzentrum "Talitha kumi" in Soest betreut. Um die Zusammenarbeit zwischen dem Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) und der Einrichtung weiter zu fördern, haben beide Seiten eine Kooperation geschlossen. Durch diese Vereinbarungen profitieren nicht nur Jobcenter und Familienzentrum, sondern zugleich Erziehende im Arbeitslosengeld-II-Bezug. Beruf und Familie zu vereinbaren, ist für viele Eltern eine tägliche Herausforderung. Besonders schwierig ist es, wenn gerade eine neue Arbeitsstelle angetreten wird und die Kinderbetreuung noch nicht ausreichend geregelt ist. "Damit hier schnell geholfen werden kann und die Arbeitsaufnahme nicht gefährdet wird, arbeiten wir eng mit den Familienzentren vor Ort zusammen", berichtet Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA). Kurze Wege und persönlicher Kontakt erleichtern es, eine Lösung zu finden. Neben der Kinderbetreuung ist ebenfalls das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung ein Schwerpunkt der Kooperationsvereinbarung. "Viele Eltern die Leistungen des Zweiten Sozialgesetzbuches erhalten, kennen dieses Angebot für ihre Kinder noch nicht oder nur teilweise. Dabei können auch schon Kindergarten- und Kleinkinder von dieser Sonderförderung des Bundes profitieren - sei es bei der Finanzierung von Babyschwimmkursen, bei Vereinsbeiträgen zum Turnen oder der musikalischen Frühförderung", erklärt Steinmeier. Die eigene Küche im Familienzentrum hat viel zu tun, denn sie versorgt 82 der 95 Kinder mit einem warmen Mittagessen. "Es gibt Eltern, die können das Essensgeld für ihre Kinder oder zum Beispiel die zusätzlichen Beiträge für einen Sportverein nicht aufbringen", erläutert Diana Gißel, Leitung des Familienzentrums "Talitha kumi". "Diese Nöte sind ihnen oft unangenehm. Doch für uns gilt es sie zu erkennen und ihnen das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung vorzustellen. So können finanzielle Engpässe oft überbrückt werden." Gemeinsam möchten die Partner daher die Skepsis der Eltern abbauen. "Denn diese zusätzliche Leistung ermöglicht den Kindern eine vielseitige Freizeitgestaltung. Und, wenn die ersten Eltern gute Erfahrungen mit dem Paket gemacht haben, trauen sich auch andere", berichtet die Leiterin. Um die Kooperation mit Leben zu füllen und das Angebot der Bundesregierung weiter in den Fokus der Mitarbeiter im Familienzentrum zu rücken, stellt zu Jahresbeginn 2018 eine Mitarbeiterin des Jobcenters das Angebot vor.