"Der Arbeitsmarkt braucht uns alle"

Jobcenter stellt Geschäftsbericht vor

Die Führungsriege des Jobcenters stellte den Geschäftsbericht 2017 vor gab erste Ausblicke auf neue Projekte (v.l.n.r.): Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration), Martin Steinmeier (Geschäftsführer), Barbara Schäfer (stellvertretende Geschäftsführerin) und Thomas Schweins (Bereichsleiter Leistung).  (Foto: Lena Kuptz, AHA)
Die Führungsriege des Jobcenters stellte den Geschäftsbericht 2017 vor gab erste Ausblicke auf neue Projekte (v.l.n.r.): Michael Hammerschmidt (Bereichsleiter Integration), Martin Steinmeier (Geschäftsführer), Barbara Schäfer (stellvertretende Geschäftsführerin) und Thomas Schweins (Bereichsleiter Leistung). (Foto: Lena Kuptz, AHA)

 "Die Arbeitgeber in der Region suchen händeringend nach Arbeitskräften. Von dieser Situationen profitierten 2017 etliche unserer Kunden, so erfassten wir über 3.500 Arbeitsaufnahmen - so viele wie seit fünf Jahren nicht", resümierte Martin Steinmeier, Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2017 am heutigen Donnerstag. 

Insgesamt betreute das Jobcenter 2017 gut 9.800 Bedarfsgemeinschaften. "Trotz der  guten Integrationsquote ist die Zahl der von uns betreuten Haushalte im Vergleich zum Vorjahr um circa 200 gestiegen", so Steinmeier. "Vor allem der Zuzug vieler Menschen mit Fluchterfahrung, die über eine Bleibeerlaubnis in Deutschland verfügen, führte zu diesem Anstieg. Um gerade ihnen den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern haben wir einige Maßnahmen veranlasst." Neben der Einrichtung der sogenannten Integration Points in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, den Städten und Gemeinden sowie dem Kreis Soest, legte die Behörde einen Schwerpunkt auf eine Kommunikation auf Augenhöhe. Mit Einstellung von drei Dolmetschern und einer Schulung aller Mitarbeiter zur interkulturellen Kompetenz wurden hierfür die Grundlagen gelegt. "Viele der Neuankömmlinge möchten gerne arbeiten und selbst für sich und ihre Familien sorgen. Doch die Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen sowie der Nachweis von Berufserfahrungen sind oft schwierig, da Dokumente fehlen oder Berufe schlichtweg in Deutschland nicht existieren. Trotz dieser Hemmnisse möchten wir zügig helfen und die Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren. Denn hier werden alle helfenden Hände gebraucht." 

Optimistisch bewertete die Geschäftsführung das laufende Jahr. "Bisher sind die Integrationszahlen weiterhin gut und mit zwei neuen Initiativen der Bunderegierung zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen und Rehabilitanden warten spannende Projekte auf uns", berichtete Barbara Schäfer, stellvertretende Geschäftsführerin der AHA. "Wir werden uns um die Teilnahme - teilweise auch in Zusammenarbeit mit anderen Jobcentern - bewerben und uns so weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden einsetzen."